Gleisplan "Altburg"
Meiner Anlage liegt das Konzept eines "Punkt-zu-Punkt-Verkehrs" zugrunde, d. h. es fahren Züge auf einer doppelgleisigen Hauptstrecke
nach Plan vom unsichtbaren Bahnhof A über den sichtbaren Bahnhof B zum ebenfalls unsichtbaren Zielbahnhof C und umgekehrt.
Genauso ist es beim Vorbild; auch dort gibt es keine Züge, die z. B. von Hamburg nach München im Kreis fahren. Vielmehr
fahren Züge von Hamburg über Kassel nach München und von München über Kassel nach Hamburg - eben von Punkt zu Punkt.
Und ein Zug, der morgens Hamburg in Richtung München verlässt, wird in der Regel frühestens am folgenden Tag wieder in Hamburg einlaufen.
Auf der Modellbahn findet die Rückfahrt der Züge durch Wenden im unsichtbaren Bereich des sogenannten Schattenbahnhofes statt.
Hier werden sie gespeichert und beginnen üblicherweise nicht sofort ihre Rückfahrt. Durch das Ausbleiben ihres sofortigen
Wiedererscheinens wird die Illusion erzeugt,
dass die Züge unterwegs zu einem ferneren Ziel seien, von wo aus sie erst nach einer längeren Zeit wieder zurückkehren. (Da speziell
bei der NBahn die Zugnummern aus Betrachterperspektive nicht zu lesen sind, fällt Gott sei Dank nicht auf, dass die im Stundentakt
erscheinenden ICE stets dieselben Züge sind).

Um eine zweigleisige Hauptstrecke darstellen zu können, hat meine Anlage
die Form eines sogenannten "Hundeknochens", das sind im Prinzip zwei parallele Ovale, deren Geraden "zusammengedrückt" worden sind.
Die Zugspeicher (Schattenbahnhöfe A + C) liegen dabei in den jeweiligen Endpunkten des
"Knochens". So ist es z. B. möglich, einen Zug aus Richtung A und den Gegenzug aus Richtung C in den Bahnhof B einlaufen
zu lassen. Ebenso kann beispielsweise ein Kohle- oder Erzzug beladen in die eine Richtung fahren und leer aus der anderen Richtung
zurückkommen.
Die Anlage besteht aus 5 Segment-Kästen (1,00 m x 0,75 m) und einem 6. Segment mit der großen Wendel
zum Schattenbahnhof 2 und obenauf dem Nebenbahnhof (Endbahnhof). Sie spielt wahlweise in Epoche III/IV mit
noch starkem Dampflokbetrieb oder aber in Epoche V/VI mit modernen Zügen. Entsprechend der gerade "spielenden"
Epoche werden die Schattenbahnhöfe mit Rollmaterial bestückt. Bekleidungsmäßig nehmen es
die Preiserlein nicht so genau mit der ständig wechselnden Mode.
Der Mittelpunkt der Anlage ist der mittelgroße, an einer zweigleisigen Hauptstrecke gelegene
Bahnhof Altburg, in dem seit 1920 Fernverkehrszüge Halt machen und
von dem eine eingleisige Nebenstrecke zum Endbahnhof Struppig abzweigt, die bis heute allen Stillegungsplänen
getrotzt hat. Die Altstadt von Altburg liegt auf einem kleinen Berg östlich der
Bahnhofsstraße, durch den hindurch in einem Tunnel die zweigleisige Strecke von Radedorf in den Bahnhof
geführt wird. Aus mittelalterlichen Zeiten wurde die bergseitige Wehranlage mit Türmen bis in die Jetztzeit
erhalten. Die westliche Ausfahrt in Richtung Tudtstadt führt ebenfalls auf eine zweigleisige Strecke, die
am Fuße des Strotzberges entlang und weiter auf einer großen Bogenbrücke über die Wahnschlucht verläuft.
In Epoche III/IV ist das kleine Bw voll in Betrieb, ebenso eine kleine Ortsgüteranlage. Über ein Anschlussgleis
wird eine Armaturenfabrik bedient. Es werden Rohstoffe wie Messing, Zink, Quarzsand und
Chemikalien für die Galvanik angeliefert. Wegen Kapazitätsengpässen werden Halbfertigwaren an die Firma Hastig
in Struppig zur weiteren Bearbeitung in geschlossenen Güterwagen versandt und von dort nach getaner Arbeit
zurückbefördert.
In Epoche V/VI machen moderne Fern- und Nahverkehrszüge in Altburg Halt. Altburg ist zwar beschaulich
geblieben, liegt aber weiterhin an der viel befahrenen Nord-Süd-Magistrale und dient somit den umliegenden
Städten mit seinem Bahnhof. Diesem Umstand, dass aus dem Umland viele Reisende auch die Fernbahnen nutzen,
verdankt Altburg die Entscheidung der Bahndirektion, hier einen ICE-Halt einzulegen. Das kleine Bw
mit seinem dreiständigen Lokschuppen und der Drehscheibe ist mittlerweile stillgelegt worden und
beherbergt nur noch einige Dampfloks auf den Abstellgleisen als Zeitzeugen, die von einem rührigen
Verein gepflegt und der Öffentlichkeit zu besonderen Anlässen zugänglich gemacht werden. Gelegentlich wird die P8 eines Museumszuges
hier noch mit Wasser und Kohlen versorgt. Auch die Dieseltankstelle ist noch in Betrieb. Weil Kyrill arg in
der Gegend von Struppig gewütet hat, laufen derzeit regelmäßig Transporte mit Bruchholz von Struppig nach
Altburg, wo sie zur Weiterbeförderung bereitgestellt werden. Ansonsten beherrschen durchfahrende Ganzzüge
mit Tankwagen und neuerdings auch wieder mit Kohle das Bild. Dreimal am Tag braust auch ein gemischter
Güterzug durch den Bahnhof.
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Gleisplan ohne Endbahnhof auf der linken Seite
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Schattenbahnhof 1
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Strecke nach Tudtstadt und Endbahnhof Struppig.
Der Endbahnhof wird neu gebaut und bekommt noch ein anderes "Gesicht".
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Schattenbahnhof 2 mit Wendel
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