SB 1 - Aufbau und Schaltung
Der 11-gleisige Schattenbahnhof 1 liegt unterhalb des Hauptbahnhofes. Er wird über eine zweigleisige Wendel im Richtungsverkehr
erreicht. Die 11 Gleise sind etwa gleich lang. Sie können Züge bis zu einer Länge von 1,35 m aufnehmen. Der SB 1
kann nur von Zügen angefahren werden, die den Hbf über die östliche Ausfahrt verlassen. Er wird vollautomatisch von meiner
Steuerung MpC verwaltet. Wahlweise kann pro Zug ein sogenannter "Staffel-Lauf" zugeschaltet werden. Der sorgt dafür, dass ein
so gekennzeichneter Zug nach seiner Einfahrt in den SB stehen bleibt und einen in einem anderen Gleis stehenden Zug startet,
der ebenfalls am Staffel-Lauf teilnimmt. Nicht am Staffel-Lauf teilnehmende Züge werden per Ausfahrautomatik gestartet, wobei
diese Automatik ihrerseits pro Gleis ein- oder ausgeschaltet werden kann.
Der nachfolgende Plan zeigt auch die Blockeinteilung nebst Bremspunkten (BP) und Haltepunkten (HP).
Im Anschluss an die Punkte "zum Hbf" und "vom Hbf" befindet sich die zweigleisige Wendel.
Jeweils einer der 11 SB-Blöcke (in der MpC sogenannte Hilfsblöcke) wird bei Schaltung einer entsprechenden Fahrstraße
vom Block 8 mit Fahrstrom versorgt. Das bedingt natürlich, dass immer nur ein Zug zu einer Zeit entweder ein- oder ausfahren
kann. Mir reicht das aus; im Gegenteil: Das sorgt für eine willkommene Fahrzeitverlängerung der einzelnen Züge. Wenn ich
parallel ein- und ausfahren möchte, müsste ich etwas mehr Geld in die Hand nehmen und die Hilfsblöcke durch "echte" Blöcke
(das sind entsprechende Blocksteckkarten für meine Steuerung) ersetzen.

  Spurplan des SB 1
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 Bild 4 Der SB 1 als Ganzes. Vor Kopf ist die Wendel zu sehen. |
 Bild 5 Hier ist ein Eingleiser in der SB-Einfahrt zu sehen. |
Besondere Beachtung ist dem Eingleiser (hier von Minitrix) in Bild 5 zu schenken. Man sollte unbedingt wenigstens einen in das
Einfahrgleis und einen in das Ausfahrgleis des SB (jeweils vor/nach der Weichenstraße) einbauen. Optimal ist es, wenn man
jedem SB-Gleis zusätzlich einen Eingleiser spendiert; denn wenn im verdeckten Bereich mal ein Wagen oder eine Lok aus
dem Gleis springt, dann ist - vor allem bei festgekuppelten Zügen - Gefummel angesagt. In den meisten Fällen sorgen die Eingleiser
dafür, dass ein manueller Eingriff nicht notwendig wird.
Wie man erkennen kann, habe ich auch Wert gelegt auf einen größeren Parallel-Abstand der SB-Gleise. So ist sichergestellt,
dass ich auch mal bei Bedarf mit den Fingern zwischen zwei Züge greifen kann, ohne dabei sofort die Nachbar-Züge
umzuwerfen.
Der scheinbar verschenkte Platz - rechts im Bild 4 - ist dem Radius des Ausfahrgleises geschuldet. Ich habe mir
konsequent verkniffen, Radien unter 300 mm zu bauen. Der Radius des Ausfahrgleises ist sogar 400 mm. Alles nach
der Devise: Im verdeckten Bereich größtmögliche Sicherheit.
Der Schattenbahnhof ist nach folgendem Prinzip aufgebaut und beschaltet worden:
Die SB-Blöcke (in der MpC sogenannte "Hilfsblöcke") werden hinter der Einfahrt beidseitig von der Weichenstraße
getrennt (anstelle eines Isolierverbinders; siehe auch
Herzstückpolarisierung).
Natürlich erhielt die Verbindung zwischen den Weichen selbst in der rechten Schiene einen Isolierverbinder; denn das Auftrennen wäre an
dieser Stelle nicht empfehlenswert, weil damit die Weiche selbst "demoliert" würde.
In die rechte Schiene wird die Fahrspannung +/- (in diesem Falle von der Steuerung kommend) eingespeist,
in die linke Schiene durchgehend Fahrspannung 0. Der Haltepunkt wird in der rechten Schiene nochmals vom Block getrennt; er erhält
seine Fahrspannung über den Belegtmelder. Die weitere Trennung vor der Ausfahrtweiche ist eingefügt worden,
um den Haltepunkt vom nächsten Block (das ist in diesem Falle die Weichenstraße) zu isolieren.