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Die geplante Wendel wird maßstabsgerecht gezeichnet (in meinem Fall mit winrail®) einschließlich der vorgesehenen Stützen.
Das Einzeichnen der "Tortenstücke" hilft, das Ganze hernach auf die Grundplatte zu übertragen.
Das ist erforderlich, um die Bohrungen für die Stützen im Bogen immer im exakten Abstand von 60°
anzeichnen zu können. Der gleiche Abstand ist sehr wichtig, damit es zu einer gleichmäßigen
Steigung kommen kann. |
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Ich hatte die Radien 400 mm und 370 mm für die doppelgleiseige Wendel geplant, also einen Abstand
der beiden Gleise von Gleismitte zu Gleismitte von 30 mm. Um sicher zu gehen, dass der Abstand
ausreichend gewählt war, habe ich zwei Flexgleise auf die beiden Radien zurecht gebogen und das
Ganze mit zwei Reisezugwagen vor Beginn aller Arbeiten getestet. Wie man sieht, funktioniert es beim
Test, und es hat sich auch im Betrieb gezeigt, dass der Abstand bei diesen Radien ausreichend ist.
Links sieht man eine Mutter M8, die an der Position der Gewindestange liegt. Es muss ja gewährleistet
sein, dass Wagen und Loks auch die Gewindestangen beim Ausschwenken nicht berühren werden. |
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Mit einer geraden Latte und einem preiswerten Zirkel-Set aus dem Baumarkt baut man sich zunächst einmal
einen Zirkel, mit dessen Hilfe man die Gleisbögen auf die Grundplatte aufzeichnet. Das ist dann der
Ausgangspunkt für die Vermaßung der Stützpunkte. |
| Die erste Trasse wurde gelegt. Noch sind nicht alle Gewindestangen montiert worden.Die Verbindung
der Trassen-Segmente erfolgte mit 3 mm starken Lochplatten aus dem Baumarkt, die jeweils über ein
Gewindestangen-Paar
geschoben werden. Die verleihen dem Gerüst aus Gewindestangen eine enorme Stabilität. Auf beiden Seiten der Lochplatte werden dann die Enden der aneinander stoßenden
Trassen-Segmente angeschraubt. |
| Der erste Kreis ist gelegt und alle Gewindestangen wurden montiert. Um besser arbeiten zu können und
um auf spätere (hoffentlich seltene) Eingriffe vorbereitet zu sein, sägte ich ein Mannloch in die Grundplatte.
Der erste Wendelkreis besitzt als Abstandhalter noch Muttern, die auch eine Feinjustage der ersten
Abstände ermöglichen. Alle folgenden Trassen-Segmente ruhen auf gleich großen
Alu-Röhrchen mit Innendurchmesser 8 mm. Das hat den Vorteil, dass zum Einen der Abstand zur darunter liegenden
Trasse immer exakt gleich bleibt, zum Anderen beschleunigt es das Arbeiten erheblich, weil das nervtötende
Aufdrehen der Muttern auf die Gewindestangen sowie deren Justage entfällt. |
| Hier sieht man die Verbindung der Gewindestangen mit Lochplatten und das Alu-Röhrchen als Distanzhalter.
Die Trasse wird von unten an der Lochplatte befestigt. Die Lochplatte ist ebenso 3 mm stark wie die Kork-
Dämmung. So gibt es einen glatten Übergang. |
| Um möglichst exakte Bögen zu produzieren, griff ich auf Bogen-Schablonen aus Stahl zurück, die
in die Gleise gepresst werden und sie so auch beim Verkleben in Form halten. Die Schablonen ließ ich
von Harald Brosch für beide
Radien im Bogen von 90° für kleines Geld anfertigen. |
| Bevor die Wendel weiter gebaut wird, ist zunächst ein weiterer Kollisions-Test angesagt. Es muss
unbedingt geprüft werden, ob sich die längsten Wagen und ggf. auch zwei Dampfloks (wegen der
möglicherweise ins Lichtraumprofil ragenden Zylinder) berührungsfrei beim
gewählten Gleisabstand begegenen können. Um den Radius des inneren Gleisbogens so groß wie möglich
halten zu können, wählte ich 30 mm Abstand. Das habe ich dann - weil der Abstand relativ knapp
gewählt wurde - ausgiebig getestet. |
| In dieser Bauphase testete ich desweiteren das "Wendel-Sorgenkind", die BR 23 von Fleischmann.
Sie musste, weil gerade keine anderen Wagen zur Hand waren, die Dostos nebst Steuerwagen die ersten
beide Ringe hochziehen. Hätte sie das nicht geschafft, dann wäre ein Neuanfang zwar ärgerlich, aber
noch mit relativ wenig Aufwand machbar gewesen. (Ich hatte das zwar vorher auf einem Teststück
"trocken" getestet. Aber man weiß ja nie....) |
| Die Wendel ist fast fertig; es fehlen nur noch die letzten Gleise. Vorn sieht man das Anschluss-Brettchen,
das später mit der Tunneleinfahrt des Segmentes 4, das über der Wendel steht, fluchten muss.
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Die zweigleisige Wendel zum SB 2 steht auf Modul 6 und ist verbunden mit der zweigleisigen Strecke, die den Hbf in
westlicher Richtung verlässt und über eine Schlucht (Brücke) in einen Tunnel läuft.
Diese Wendel ist nach der Methode "Trapezbrettchen" gebaut, was minimalen Holzverschnitt bedeutet.
| Zunächst wurde die Wendel mit CorelDraw® konstruiert. Auch bei dieser Wendel werden die 8 Segmente nebst
Bohrungen für die Gewindestangen gezeichnet, um sie später exakt auf die Grundplatte übertragen zu können. |
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Danach wurden die notwendigen Trapezbrettchen im erforderlichen Maß zugeschnitten.
Da meine Kreissäge nicht das erforderliche Maß an Genauigkeit für Winkelschnitte lieferte, bzw. meine handwerklichen
Fähigkeiten einfach keine "Massenproduktion" von exakt gleichen Teilen zuließ, ließ ich die Brettchen im Baumarkt
zuschneiden. Das kostete 10 EUR, so dass ich mich anschließend fragte, warum ich überhaupt erst einen eigenen Versuch
gestartet hatte.
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Entsprechend einem Tipp, den ich irgendwo im Internet fand, klebte ich die Trapezbrettchen mit Hilfe einer selbst
gefertigten 45°-Schablone zusammen. Ein Brett wird - wie gezeigt - in die Schablone eingelegt und mit Leim
bestrichen. |
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Auf das eingeleimte Brettchen wird dann das nächste Brettchen gelegt und mit Tacker-Klammern zunächst fixiert.
Danach werden beide Teile für ca. 10 Minuten beschwert, bis der Leim (in diesem Fall Ponal-Express) abgebunden
hat. |
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Nach dem Abbinden des Leims wird auf der anderen Seite das nächste Brettchen aufgeleimt. Das Ganze wiederholt
sich, bis die nötige Anzahl von Segmenten für - in diesem Fall - 8 Kreise hergestellt ist. |
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Hier sind jetzt bereits fertige Kreise zu sehen. Der oberste Kreis wird soeben an den Verbindungsstellen mit
Zwingen zusammengepresst. Ich habe die Kreise immer Stück für Stück aufeinander gelegt, um beim Zusammenleimen
sicherzustellen, dass sie exakt übereinander passen; denn kleine Ungenauigkeiten ergeben sich beim Zusammenleimen
der einzelnen Brettchen allemal. |
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Wenn alle Kreise fertig sind, werden sie exakt aufeinander gelegt und mit Zwingen fixiert. Danach werden nach
Plan die Bohrungen für die Gewindestangen angezeichnet und gemeinsam gebohrt. So ist sichergestellt, dass sich
wirklich alle Bohrungen an derselben Stelle auf jedem Kreis befinden. Ich habe die Bohrungen mit einem
9 mm-Bohrer durchgeführt, also 1 mm größer als die Gewindestangen sind. Damit habe ich ein kleines Spiel für
die Gewindestangen, wenn die Kreise auf sämtliche 8 Stangenpaare gesetzt werden. |
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Nun werden die Radien auf jeden Wendelkreis aufgezeichnet. Da der Radius des Außengleises dem Radius 4 des
Fleischmann-Gleises entspricht und ich noch solche Gleise besaß, legte ich einen Kreis damit aus und richtete
ihn mit Hilfe eines entsprechend zugeschnittenen und in Kreismitte fixierten Korkstückes (es kann natürlich auch eine
Leiste sein) aus. Danach zeichnete
ich die Außen- und Innenlinie der Schienen an, wobei das Fleischmann-Schotterbett gute Dienste leistete.
Der Parallel-Kreis wird später mit einer auf den Abstand von 30 mm eingestellten Parallelgleis-Lehre hergestellt. |
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Hier ist jetzt der Baubeginn der Wendel zu sehen. Acht Gewindestangen-Paare sind bereits auf der Grundplatte
montiert worden, und der erste Wendelkreis ist eingesetzt. Man sieht das zum Anzeichnen des Gleisverlaufes
bereits verlegte Außengleis und den Beginn des Parallelgleises, das gerade mit der Parallelgleis-Lehre
ausgerichtet wird. Auch hier wird der erste Trassenkreis mittels Muttern M8 auf die exakten Höhenpunkte
bei den einzelnen Gewindestangen justiert. Die folgenden Trassen werden dann mit Hilfe der bereits bekannten
Alu-Röhrchen auf Distanz gebracht. |