Weichenantriebe
Weichenantriebe (Typ: Doppelspulenantrieb)
Es werden zwei Arten von Weichenantrieben verwendet. Im sichtbaren Bereich (mit Ausnahme des Nebenbahnhofs) sind
durchgängig Antriebe PM1 von
Gaugemaster
(Suchwort: seep) verbaut. Im Schattenbahnhof fanden ausnahmslos Servos Verwendung.
Bei den Gaugemaster-Antrieben handelt es sich um kräftige Zweispulen-Antriebe aus England ohne Endabschaltung,
die in der Lage sind, die Peco-Weichen nebst ihrer Feder für den Zungenandruck umzustellen. Die fehlende Endabschaltung
ist kein Problem, da die Steuerung dafür sorgt, dass stets nur kurze Impulse an die Antriebe gelangen;
die Endabschaltung ist sozusagen in der Steuerung integriert. Problematischer ist schon, dass diese Antriebe gut
2 A ziehen. Um ein sicheres Schalten zu gewährleisten, musste ich einen stärkeren Trafo zur Versorgung der
Weichenantriebe in meine Stromversorgung einbauen, der 24 V Ausgangsspannung liefert (anstelle der üblichen 18 V).
Die Antriebe verfügen über einen Umschaltkontakt, der zur Polarisierung der Herzstücke herangezogen werden kann.
Auf meiner Anlage erfolgt die Polarisierung im sichtbaren Bereich allerdings über die Weichenzungen.
Die Umschaltung wird nicht genutzt.
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Gaugemaster Doppel-Spulen-Weichenantrieb PM1. Vorn erkennt man die Lötpads für die Beschaltung
des Antriebes.
Maße: ca. 55 mm x 15 mm.
Der Stelldraht ist ca. 50 mm lang. |
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Schaltplan für die Beschaltung des Weichenantriebes einschließlich der Herzstück-Polarisierung. |
Diese Weichenantriebe sind jedenfalls eine platzsparende Alternative zu anderen mechanischen
Antrieben und dazu - unter Berücksichtigung der integrierten Umschaltkontakte - unschlagbar preiswert.
Allerdings habe ich noch keinen Händler in Deutschland gefunden (was nicht heißt, dass es keinen gibt). Ohnehin
ist die Beschaffung in Großbritannien preiswerter. Ich habe zusätzliche Antriebe bei
onTrack für
umgerechnet ca. EUR 5,30 pro Stück gekauft.
Dennoch gebe ich heute eindeutig den Servo-Antrieben den Vorzug. Dass bisher im sichtbaren Bereich keine Servos verbaut sind, ist
ausschließlich dem Umstand geschuldet, dass die Gaugemaster bereits verbaut waren, als ich die Anlage erwarb.
Weichenantriebe (Typ: Servoantrieb)
Die aus anderen Bereichen des Modellbaues stammenden Servo-Antriebe sind aus verschiedenen Gründen das non-plus-ultra
als Weichenantrieb.
- Servos sind sehr langlebig
- Servos laufen zuverlässig und störungsfrei
- Servos sind beim Schalten sehr leise
- Die Stellgeschwindigkeit kann variabel eingestellt werden. Es wird damit vorbildgerechtes Umlaufen der
Weichenzungen erreicht
- Die Endlagen der Weichenzungen können für jede Weiche individuell fest eingestellt werden. Die Weichenzungen werden kraftvoll in ihrer
jeweiligen Lage an die Backenschienen angedrückt. Ein durch Züge oder andere äußere Einflüsse bedingtes,
ungewolltes Verstellen der Weiche ist dadurch nahezu ausgeschlossen.
Im sichtbaren Bereich meiner Anlage wären sie eigentlich unverzichtbar, aber ein nachträglicher Umbau der bereits
fertig gestalteten und eingeschotterten Weichenstraßen hätte zu viele Schäden anrichten können. Die Servos sind auch
nicht stark genug, um die Weiche im Originalzustand zu schalten (was auch wenig Sinn hätte, weil dann der Effekt einer
langsam umlaufenden Weichenzunge dahin wäre). Es müsste daher nachträglich die Andruckfeder
ausgebaut werden - im fertiggestellten Bereich der Anlage ebenfalls nicht unproblematisch.
Darum habe ich darauf verzichtet - schweren Herzens. In den neu gebauten Schattenbahnhöfen wurden allerdings konsequent
Servos verbaut, um gerade in diesen etwas schwerer zugänglichen und einsehbaren Bereichen für ein Maximum
an Betriebssicherheit zu sorgen.
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Robbe Servo FS 100
Ein robuster und zuverlässiger Servo aus dem Modellbaubereich.
Abgebildet ist er hier mit montiertem Stelldraht.
Der Stelldraht aus Federstahldraht hat eine Stärke von 0,8 mm. Befestigt ist er mittels zweier
Gestängeanschluss-Buchsen, die im Stellarm des Servos verschraubt werden. Hier ist noch die
einfache Ausführung zu sehen, bei der der Stelldraht unmittelbar in den Buchsen befestigt wurde.
Um die Stellkräfte besser übertragen zu
können, wurde der Stelldraht später in eine Messingbuchse eingelötet und mit zwei speziellen Schräubchen
am Stellarm befestigt.
Den Stelldraht nebst Montagematerial habe ich zusammen mit der Servo-Ansteuerung von
W. Koehne bezogen.
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| Technische Daten: |
Stellkraft = 24 Ncm (bei 4,8V). Universell einsetzbar im gesamten
Modellbaubereich. Die Abtriebsachse ist zur Aufnahme der radialen
Kräfte mit einer Kunststoff-Lagerbuchse versehen. Mit drahtloser
Montagetechnik, dadurch hoheVibrationsbeständigkeit.
Abmessungen: 40.4 x 19.8 x 36.0 mm Masse/Gewicht: 44.40 pond/g
Betriebsspannung: 4.8 - 6.0 Volt, Nennspannung: 4.80 Volt
Stellkraft: 24.00 Ncm, Geschwindigkeit: 0.21 Sek/45°
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Im Bild links sieht man das Messingröhrchen und die Befestigung am Stellarm.
Daneben sind die Flansche zur Befestigung des Stelldrahtes mit am Servo montiertem Stellarm zu sehen.
Bilder: W. Koehne |
Bei Weichenstraßen geht es in der Regel eng unter der Platte zu. Wer nicht mit komplizierten Konstruktionen für die
Übertragung der Stellvorgänge zwischen Stellschwelle der Weiche und Servo arbeiten möchte, kann auch einen wesentlich
kleineren Servo benutzen, der dennoch für den vorgesehenen Zweck kräftig genug ist. Diese Servos kosten so um die
EUR 5,-- bis EUR 9,--.
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Ein Mini-Servo "Jamara xt mini Blue" |
| Technische Daten: |
Stellzeit (Sek./60°) 0,16
Stellkraft (kg/cm) 2,0
Abmessungen L/B/H/ (mm) 29x13x28
Nennspannung (V) 4,8
Kunststoffgetriebe
Gewicht (g) 18
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Ein Mini-Servo "Futaba Mini Servo ES-05 JR" |
| Technische Daten: |
Stellzeit (4,8V) : 0,17s
Stellmoment (4,8V) : 10Ncm
Abmessungen L/B/H (mm) 22,6 x 12,8 x 23,3
Kunststoffgetriebe
Gewicht (g) 8
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