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Computersteuerung

Die Diskussion um das Für und Wider einer Computer-Steuerung flammt immer wieder mal auf. Das verwundert ein wenig angesichts der Tatsache, dass Computer im 21. Jahrhundert keine Erscheinung aus einer anderen Galaxy sind, sondern zum täglichen Leben gehören. Aber wie in allen Lebensbereichen, so gibt es auch in dieser Frage unterschiedliche Gründe für eine Ablehnung oder Befürwortung. So gibt es bei den "Verweigerern" solche, die den Computer einfach als Teufelszeug ansehen und ablehen, andere wiederum, die schlichtweg nicht damit umgehen können und sich auch nicht damit beschäftigen möchten. Dann gibt es eine Fraktion, die darauf schwört, ihre Anlagen manuell zu steuern, weil es ihr nur auf diese Weise richtig Spaß bereitet.

Für mich stand eine Computersteuerung außer Frage, seit sie mittels eines handelsüblichen PC möglich ist.

Gründe für die Computer-Steuerung:

  • Ich habe beruflich seit 1971 mit Softwareentwicklung und Computervertrieb zu tun, also eine jahrzehntelange Affinität zu Computern und Software.
  • Meine Anlage sollte immer eine relativ große Fahranlage sein.
  • Meine Anlage sollte einen möglichst vorbildgerechten Betrieb abwickeln. Dazu zählen vor allem Fahrwegsicherung incl. vorbildgerechter Signalisierung.
  • Ich wollte nicht für diverse Funktionen, wie Blockbetrieb, Fahrstraßenschaltung, Anfahren-Bremsen, Umpolung von Kehrschleifen usw. separate Elektroniken installieren und verkabeln.
  • Die beiden Schattenbahnhöfe (SB) mit insgesamt 16 Gleisen sollten vollautomatisch gesteuert werden. Ich kann keinen Spielspaß an einer händischen SB-Steuerung erkennen.
  • Ich wollte keine komplizierten Kehrschleifenschaltungen.
  • Auf meiner Anlage soll "richtig was los sein", d.h. es sollen wenigstens vier bis fünf Züge gleichzeitig in Bewegung sein.
  • Die Computersteuerung soll die "Mitspieler" ersetzen können, d. h. ich will vorbildgerechten, vor allem gesicherten Betrieb haben, und einen Zug meiner Wahl selbst unfallfrei durch's Getümmel steuern können, in aller Ruhe rangieren oder der Fabrik Wagen zustellen, während im übrigen Bahnhof und auf den Strecken lebhafter Betrieb stattfindet.
  • Für mich war und ist ein Gleisbildstellwerk ein Muss. Mit Computer lässt sich Anschluss und Bedienung eines GBS ohne viel "Gedöns" realisieren. Die ansonsten notwendigen Relaisschaltungen (Taster und Ausleuchtung) wären mir persönlich zu aufwändig.

Die betriebsbezogenen Anforderungen lassen sich von mir als Einzelperson im Modellbahnkeller allein kaum unfallfrei bewältigen. Mir ist es auch früher nie gelungen, mehr als zwei Züge gleichzeitig zu steuern, ohne ständig Unfälle beseitigen zu müssen, von vorbildgerechtem Betrieb ganz zu schweigen. So ist der Computer für mich Partner beim Betrieb, d. h. er sorgt dafür, dass genügend Züge in Bewegung sind, während ich einen Zug selbst steuern kann. Dabei ist - vorbildgerecht - für die Zugsicherung aller in Betrieb befindlichen Züge gesorgt. Ich kann auch für den selbst gesteuerten Zug keine Weiche falsch stellen, keinem anderen Zug in die Flanke fahren oder eine Signalisierung mißachten, die ein Abbremsen erforderlich macht (wenn ich es doch tue, dann wird mein Zug, wie es sich gehört, zwangsgebremst).

Ein Computer kann meine Anforderungen mühelos erfüllen - und noch viel mehr. Im Laufe der Jahre konnte ich die Erfahrung machen: Es gab eine Fülle von Weiterentwicklungen und neuen Funktionen. Dieser Fortschritt fand bei meiner Steuerung in der Software statt. Ich konnte per Update daran teilhaben, ohne auch nur ein einziges elektronisches Bauteil austauschen zu müssen.

Darum wird meine Anlage von einem Computer gesteuert, was natürlich keineswegs ausschließt, dass ich auch ganz oder partiell auf Handbetrieb umschalten kann. Grundsatz: Jede Automatik ist nur so gut, wie sie einschränkbar bis abschaltbar ist.

In den folgenden Abschnitte stelle ich meine Rautenhaus RMX-Steuerung und meine frühere
MpC - Modellbahnsteuerung per Computer von Gahler+Ringstmeier vor. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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