Neben der Modellbahn habe ich noch ein zweites Hobby: Das Orgelspielen. Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die klassische und vor allem die Barockmusik, und hier insbesondere für den - in meinen Augen - größten Musiker aller Zeiten: Johann Sebastian Bach. Mein Traum war es immer, seine Musik - soweit und so gut es meine Fähigkeiten erlauben - auf der Orgel zu spielen. Leider ergab es sich für mich aus den verschiedensten Gründen nie, das Orgelspielen zu erlernen. In ganz jungen Jahren wäre es fast einmal so weit gewesen; ich hatte die Zusage eines Kantors, der mich unterrichten wollte. Leider erkrankte er und starb, bevor es zum ersten Unterricht gekommen wäre.

Im Herbst 2015 "stolperte" ich dann im Internet über ein Angebot für eine elektronische Sakralorgel, die ich kurzentschlossen kaufte. Mit Hilfe von zwei Orgelschulen (Lehrbücher mit Noten) machte ich mich zunächst einmal autodidaktisch mit dem Orgelspielen, insbesondere dem Pedalspiel, vertraut. Das Instrument befriedigte mich aber nicht, und so verkaufte ich es und erwarb von  Oliver Schmidt einen massiven, dreimanualigen Spieltisch nebst 30er Pedal und Sitzbank.

 

   

 

Das ist mein Orgelspieltisch.

Er verfügt über

- 3 Manuale (Fatar-Holztasten) c - c''''

- 1 Pedal  c - f''           

- 2 Schweller

- 10 Setzer

- 2 Sequenzer.

 

 

                                             

 

Das Instrument ist eine sogenannte Virtuelle Pfeifenorgel, das über eine MIDI-Schnittstelle mit einem leistungsfähigen Windows-PC verbunden ist. Mittels des Programmes  Hauptwerk ist es somit möglich, samples echter Kirchenorgeln zu spielen, wobei ich sowohl über Kopfhörer als auch über 4 Boxen mein Spiel live hören kann. Ich bin somit nicht auf das Üben in Kirchen angewiesen, wo Übungszeiten - wenn überhaupt -  ohnehin nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stünden. Außerdem stößt es bei den Kirchen auf einige Schwierigkeiten, eine Genehmigung für dauerhafte Nutzung zu erhalten, sofern man das Orgelspielen nur als Hobby betreibt und nicht die Absicht hat, in Gottesdiensten auszuhelfen (wofür die Kirchen dann im Allgemeinen den Nachweis eines Kirchenmusiker-Examens verlangen, über das ich nicht verfüge).